ABOUT

HISTORIE

Die Bierkeller der Landsberger Vorstädte
Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts entstand in den Vorstadtbereichen der Stadt eine Anzahl von geräumigen Sommerkellern, in denen die größten Brauereien ihr Bier einlagerten und mit Eis kühl hielten. Das Eis wurde im Winter

aus Weihern gehackt oder gesägt oder von Balkengerüsten, die man mit Wasser überschüttete, so genannten Eisgalgen, abgeschlagen. Als Bauplatz für die Sommerkeller wählte man im Westen der Stadt die günstigen Hanglagen an der Katharinenstraße und an der Augsburger Straße. Weitere Bierkeller wurden auf dem Schlossberg und in der Bayervor-stadt bebaut. Alle Keller legte man nach einheitlichem Plan an: Sie sind 6 bis 8 Meter breit, die Scheitelhöhe der halb-kreisförmigen Tonnengewölbe aus Ziegeln ist 3,50 bis 4 Meter. Über den Kellern wurden die Wirtschaftsgebäude errichtet. Um die Gebäude pflanzte man Kastanien, um das Erdreich über den Kellern kühl zu halten. Die Keller wurden meist mit einem Bierausschank verbunden. Zu diesen „Sommerkellern“ mit ihren Biergärten zogen die Landsberger an schönen Tagen vor die Stadt und kehrten dort ein.


Der Sommerkeller des Schafbräu – die Brauerei befand sich am Hinteranger – wurde vermutlich kurz nach 1840 er-richtet. Die beiden Kellergewölbe bilden einen rechten Winkel wie das ursprünglich darüber stehende Gebäude. Ein

Flügel des Gebäudes und ein Teil des Kellers wurden 1990 abgebrochen. Bei diesem Sommerkeller errichtete man

nach 1898 eine große Brauerei. 1907 erwarb die Waitzinger-Brauerei AG Miesbach den Gasthof Schafbräu und die Brauerei. Bis 1977 wurde hier Bier gebraut. Die Brauereigebäude wurden 1990 abgebrochen, nur die Gaststätte, der ehemalige Sommerkeller blieb erhalten, bis 2007 die Kellergewölbe für das heutige „Moritz“ aufwendig ausgebaut wurde.

UNSERE PARTNER

KONTAKT                   IMPRESSUM&DATENSCHUTZ                  FACEBOOK                  INSTAGRAM                  MYDSGN.ME